Schlupfwespe, ca. 30 mm groß, schwarzer, beflügelter Körper ähnlich einer Ameise, trinkt aus einer Blüte.

Schlupfwespe

Lateinische Bezeichnung: Spathius exarator
Größe: bis zu 30 mm
Farbe: dunkel

Aussehen

Mit einer Größe, die je nach Art zwischen 1 und 35 Millimetern variiert, sind diese kleinen Insekten von schlankem Körperbau und meist in dunklen, schwarzen Farben gehalten. Ihr Körper ist oft langgestreckt, manchmal mit auffälligen Zeichnungen oder Mustern. Sie haben häufig auffällige Antennen und können transparente Flügel besitzen. Der Hinterleib kann einen Legestachel aufweisen, mit dem sie Eier in andere Insekten oder Larven ablegen.

Nützling

Schlupfwespen sind effektive Helfer gegen Kleidungs- und Lebensmittelmotten. Sie legen ihre Eier in die Motteneier oder -larven, die dann von den schlüpfenden Wespenlarven gefressen werden. Dadurch wird die Entwicklung der Motten gestoppt. Diese umweltfreundliche Methode benötigt keine chemischen Insektizide und ist ideal für Haushalte und Lebensmittelbereiche. 

Vorkommen und Lebensweise

Von den echten Schlupfwespen gibt es weltweit ca. 30.000 Arten, von denen allein in Mitteleuropa etwa 3.000 vorkommen. Sie sind die wahrscheinlich bekannteste Gruppe der Hautflüglergruppe Ichneumonidae. Die Fühler bestehen aus zahlreichen (mehr als 12) Gliedern und sind lang fadenförmig.

Die Weibchen besitzen einen Legebohrer, der bei manchen Arten frei sichtbar ist. Bei anderen Arten wiederum ist dieser Legebohrer in Ruhelage im Hinterleib verborgen. Größere Arten können diesen Legebohrer auch als Wehrstachel einsetzen.

Die größeren Arten Weibchen der größeren Arten vollbringen beim Auffinden des Wirtes verblüffende Leistungen. Die 20-30 mm lange Ephialtes manifestator ist überwiegend schwarz gefärbt mit roten Beinen und kann vorwiegend von Sommer bis Herbst auf toten Holz, zumeist auf liegendem Eichenholz an Waldrändern beobachtet werden.
 

Das Insekt betastet mit ihren Fühlern die Holzoberfläche und ortet durch den darin gelagerten Geruchssinn tief im Holz lebende Bockkäferlarven.

Genau darüber legt sie ihre nach unten abgeknickten Fühler parallel auf das Holz und richtet den Hinterleib steil empor. Dann richtet sie den Legebohrer genau zwischen beide Fühlerspitzen. Nach dem Ansetzen des Bohrers am Holz beginnt der Bohrvorgang. Hierbei dreht sich die Wespe um den Bohrer und treibt ihn dadurch langsam in die Tiefe bis dieser auf die Käferlarve trifft.