Eichenprozessionsspinner

Lateinische Bezeichnung: Thaumetopoea processionea
Größe: ca. 30mm
Farbe: graublau bis schwarz

Eichenprozessionsspinner

Schaden

Bei Kontakt mit dem  mikrofeinem Haarstaub werden die betroffenen Körperteile warm bis heiß. Die Haut errötet und es bilden sich Quaddeln. Ein Besuch beim Facharzt und entsprechender Kortisonbehandlung lässt den starken Juckreiz bereits nach 12 Stunden abklingen. (Ohne Behandlung hält der Juckreiz bis zu 14 Tage an).

Aussehen

Der unscheinbare Falter gleicht einer Motte von ca 30mm Größe.

Vorkommen, Lebensweise

Der Eichenprozessionsspinner kommt an Stiel- und Traubeneiche, aber auch vereinzelt an Roteiche und Hainbuche vor. Zur Massenvermehrung kommt es hauptsächlich in trockenen und sehr warmen Jahren. Der EPS ist sehr wärmeliebend, sodass wir ihn hauptsächlich an freistehenden Bäumen, Straßenbäumen und Randbäumen in Bereichen mit hoher Wärmereflektion, wie bituminöse Belege aber auch ländlichen Flächen wie Getreidefelder, die auch noch in den Abendstunden Wärme abgeben, finden.

Er beginnt im Zeitraum August / September mit dem Hochzeitsflug. In dieser Zeit legt er 0,5mm große Eier in einem Verbund von je 150-200 Stück an Zweigen (Feinastbereich) ausschließlich im oberen Kronenbereich der Eichen ab. Anschließend werden diese Gelege durch ein graugrünes Sekret getarnt. Diese Eigelege (0,5 x 3,0 cm) findet man in der Regel an Astgabeln. Bereits im Herbst entwickeln sich kleine Embryonen (Jungraupen), die aber noch in der Eihülle überwintern.